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Alchemie, Astrologie und Mythologie Jupiter“Der folgende Text entstammt meinem Manuskript für das Buch Alchemie, Astrologie und Mythologie“, das bisher noch nicht publiziert wurde. Ich veröffentliche hier Ausschnitte davon, nämlich die Portraits“ der sieben klassischen Planeten Saturn, Venus, Jupiter, Merkur, Mars, Mond und Sonne. Und ich eröffne zu jedem Planetenportrait“ jeweils einen eigenen Thread, um das Ganze übersichtlich zu halten. Das Manuskript entstand durch die Begegnung mit einem Alchemisten, mit dem ich einige Jahre befreundet war, der heute nicht mehr hier in der konkreten Erscheinungswelt anwesend ist, dessen Lebenswerk aber hier immer noch weiter wirkt. Jupiter entspricht im Mythos Zeus und gilt dort als Vater der Menschen und der Götter, als Regent der Atmosphäre und als Erzeuger von Regen und Sturm. Zeus, gesprochen „Sevs“, kommt aus thjiefs identisch mit sanskrit dyauh, was „Himmel“ bedeutet. Aus dem iapendischen dijeus entstand djious was „Himmel“ oder „heller Tag“ heißt. Dijeus aus deivo s heißt „Gott“. Sin, gleichbedeutend mit sevs, ist verwandt mit sanskrit dyam „Tag“ sowie mit altnorwegisch, bzw. altgermanisch in diu „heute“.

Im Sinne von Tag“ und heute“ ist Zeus wie sein Vater Kronos ein Gott der Zeit. Aber ganz anders als dieser repräsentiert er im Sinne von heller Tag“ das Licht des Bewusstseins und im Sinne von Himmel“ auch dessen Weite. Es geht im Mythos des Zeus um die Entmachtung des Kronos. Es geht um die Auseinandersetzung unterschiedlicher Aspekte der Zeit und vor allem um Frage, wie die in der Zeit enthaltenen Potentiale befreit und fruchtbar gemacht werden können. Wir knüpfen beim Schöpfungsmythos an:

Nach einem Konflikt zwischen Himmel und Erde kastriert der Titan Kronos seinen Vater Uranos und tötet ihn dadurch. Danach herrscht Kronos über Alles. Da ihm seine Eltern beim Tod des Uranos vorhergesagt haben, dass auch er eines Tages durch eines seiner Kinder entmachtet werden würde, frisst Kronos zur Sicherheit jedes Kind, dass ihm seine Frau Rhea gebiert.

Rhea hat eines Tages genug davon, dass ihr Mann die gemeinsamen Kinder frisst, und als das sechste göttliche Kind geboren wird, nämlich Zeus (Jupiter), versteckt sie den Zeus sofort nach der Geburt und gibt dem Kronos stattdessen einen in eine Windel gewickelten Stein zu fressen.

Das war eine hervorragende Strategie. Denn Kronos/Saturn entspricht astrologisch gesehen auch der Stein, und da hat der Kronos dann wohl gedacht: „Was die Rhea mir da in dieser Windel Gutes zum Essen gebracht hat, schmeckt ja echt wie ein Stück von mir! Muss wohl mal wieder eines meiner Kinder sein.“

Jedenfalls hat er gar nichts gemerkt und sein Sohn Zeus wurde heimlich auf der Insel Kreta großgezogen. Zeus wächst umgeben von weiblichen Gottheiten in den Hügeln und Höhlen von Kreta auf. Seine Ersatzmütter sind die Nymphen Almatheia, Adrasteia und Io, seine Ratgeberin ist die Titanin Metis. Metis, die am Ufer des Okeanos lebt, der das Universum umströmt, gibt dem Zeus, als er groß genug geworden ist, einen Rat, der seine gesamte spätere Existenz bestimmen wird:

Er solle doch am Hofe seines Vaters Kronos als Mundschenk verkleidet erscheinen, und dem Kronos ein Getränk aus vergorenem Honig, vermischt mit Salz und Senf anbieten.

Genau dies geschieht dann auch und Papa Kronos stürzt das Gebräu in einem Zug hinunter. Als Folge dessen erbricht er zunächst den Stein, den er anstelle von Zeus verschlungen hatte und danach all die Geschwister des Zeus. Gemeinsam mit seinen Geschwistern nimmt Zeus den Kampf auf. Nach außerordentlich langwierigen und schweren Kämpfen gegen Kronos und andere Titanen, gegen die Giganten und das Ungeheuer Typhon erringen Zeus und seine Geschwister schließlich den Sieg. Zeus, seine Geschwister und einige seiner Kinder bilden zusammen den Olymp der unsterblichen Götter. Historisch gesehen bildete sich um 1600 v. Chr. unter Zeus eine Synthese aus matriarchalen und patriarchalen Kulten. Der Olymp der unsterblichen Götter ist dementsprechend zu gleichen Teilen von weiblichen und männlichen Gottheiten besetzt. Abgestimmt wird demokratisch, die einfache Mehrheit genügt. Die sechs weiblichen Gottheiten im Olymp sind:Hera, Schwester und Frau des Zeus, Göttin der Ehefrauen, Ehe und Familie.

Hestia, Schwester des Zeus, Göttin des Herdfeuers und des häuslichen Friedens.

Demeter, Schwester des Zeus, Göttin des Getreides und der Fruchtbarkeit.

Artemis, Tochter von Zeus und Leto, Göttin des Mondes und der Jagd.

Athene, Tochter von Zeus und Metis, Göttin der Weisheit.

Aphrodite, Emanation des Uranos, Göttin der Liebe und der Schönheit.

Die sechs männlichen Gottheiten im Olymp sind:Zeus, König des Olymp, Herrscher über Himmel, Wetter, Blitz und Donner.

Poseidon, Bruder des Zeus, Herrscher über die Meere.

Ares, Sohn des Zeus und der Hera, der Gott des Krieges.

Hephaistos, Sohn des Zeus und der Hera, der Schmied der Götter.

Apollon, Sohn von Zeus und Leto, Gott der Sonne, der Musik und des Orakels. Chr. Dieser Kult bestimmt unangefochten für ungefähr 1.000 Jahre die Kultur der griechischen Antike. Da Zeus der König des Olymp ist, wird dessen Planet Jupiter in der Antike mit dem Gesetz“ und in der zeitgenössischen Astrologie auch mit Prinzipien wie Gerechtigkeit“ und Synthese, Koordination, Vielfalt, Reichtum, Erweiterung, Kooperation“ etc. assoziiert. Das Prinzip der Vielfalt zeigt sich nicht nur im Kult der zwölf olympischen Götter, sondern auch im abenteuerlichen Liebesleben des Zeus. Seine vielen Liebesbeziehungen zu Göttinnen und menschlichen Frauen bringen zahlreiche Götter und Halbgötter hervor. Und das Prinzip der Vielfalt zeigt sich auch in den vielen verschiedenen Erscheinungsformen des Zeus.

Nicht nur bei der berwindung des Kronos, wo Zeus als Mundschenk verkleidet erscheint, nutzt er das Prinzip der Tarnung. Sondern auch bei seinen Liebesabenteuern erscheint Zeus immer wieder getarnt, z. B. als Schlange, Goldregen, Stier, Kuckuck oder Schwan auf.

Wie aus djious, was „Himmel“ oder „heller Tag“ heißt, hervorgeht, ist Zeus der Himmelsgott des Tages. Sein Großvater Uranos dagegen ist der Gott des Nachthimmels. Da Kronos den Uranos ermordete und dessen Enkel Zeus Kronos überwindet, taucht dementsprechend in Zeus das Symbol des Himmels und der Weite wieder auf. Zeus erschafft zwar nicht die Welt, wie seine Urgroßeltern Uranos, der Himmel und Gäa, die Erde, aber er erschafft eine neue, erweiterte Ordnung der Welt und ist so der würdige Erbe des Uranos.

Der entscheidende Durchbruch im Leben des Zeus ist die Befreiung seiner Geschwister aus dem Bauch des Kronos, entsprechend dem Rat der Titanin Metis. Es gibt einige Hinweise, mit deren Hilfe man diesen symbolischen Vorgang entschlüsseln kann: Unmittelbar klar ist, Zeus befreit seine göttlichen Geschwister aus dem Bauch der Zeit, indem er den Kronos zum Kotzen bringt. Er enthebt seine Geschwister dadurch dem Gesetz der Zeit und macht sie so unsterblich.

Dazu kommt: Wir wissen, dass indoarische Einwanderer den olympischen Kult mit geformt haben und finden im olympischen Mythos deshalb auch immer wieder Inhalte, die an Indien erinnern. Und nun gibt es interessanterweise eine alte Yogatechnik aus Indien, bei der man auf nüchternen Magen lauwarmes Salzwasser trinkt und dann erbricht, um Blockaden im Zwerchfell zu lösen.

Später, in der römischen Kultur gilt Zeus in der Gestalt des römischen Gottes Jupiter übrigens auch als Gott des Humors. Und Lachen erschüttert, wie Erbrechen, das Zwerchfell. Also stellt sich, wenn wir Zeus verstehen wollen, vor allem eine Frage, nämlich: Welche Bedeutung hat eigentlich das Zwerchfell?“Das Zwerchfell galt den Griechen der Antike als Sitz des Geistes UND der Seele“. Entscheidend dabei ist das UND. Denn das Zwerchfell wirkt wie ein Segel zwischen den darüber und darunter liegenden Körperregionen, das vom Atem auf und ab bewegt wird und dadurch beide Regionen stimuliert und mit einander verbindet. Oberhalb des Zwerchfells liegen vor allem die Chakras, die dem Bewusstsein entsprechen, darunter die Chakras, die unseren unterbewussten seelischen Wahrnehmungen und Kräften entsprechen. Das Zwerchfell verbindet durch sein Auf und Abschwingen Geist und Seele. Solange das Zwerchfell im Atemstrom frei und natürlich schwingen kann, sind Geist und Seele verbunden. durch einen Schock, durch Angst (Kronos) oder falsches Atmen das Zwerchfell blockiert wird, sind wir gespalten und unsere Kräfte sind dann dementsprechend blockiert. Mehr noch, wir verlieren die Orientierung, weil uns die instinktiven Wahrnehmungen aus der Bauchregion geistig nicht mehr zugänglich werden. Seele und Geist befruchten sich nicht mehr gegenseitig. Die ursprüngliche Einheit unseres Wesens wird zersetzt. Genau dem entspricht mythologisch die Gefangenschaft im Bauch des Kronos und alchemistisch die Phase der Nigredo“.

Zeus löst die Blockaden im Zwerchfell und trägt so die unterbewussten, seelischen Anteile unseres Wesens in das Licht des Bewusstseins und befreit dadurch unsere Potentiale als ganzheitliche Wesen. Zeus kommt, wie erwähnt, aus sanskrit dyam „Tag“ sowie aus altnorwegisch, bzw. altgermanisch in diu „heute“. Zeus aktualisiert unsere Möglichkeiten, er fördert sie zu Tage und trägt sie ins Heute, ins Hier und Jetzt. Dies zeigt sich auch im Zeichen des Schützen, das zum Planeten Jupiter gehört. Das Bild des Schützen ist ein Doppelwesen, ein mit einem Bogen bewaffneter Kentaur mit menschlichem Kopf und Oberkörper auf einem Pferdeleib. Die animalischen Energien und Instinkte, symbolisiert durch den Pferdeleib, verbinden sich im Symbol des Bogenschützen mit menschlichen Qualitäten wie geistiger Zielsetzung und zielgerichtetem Handeln. Die unterbewussten, animalischen Anlagen werden nicht blockiert oder unterdrückt, sondern auf ein geistig bestimmtes Ziel gerichtet. Die Seele wird inklusive ihrer animalischen Anteile geistig integriert. Er verhält sich auch gegenüber seinem Vater Kronos großzügig und fair. Im Mythos machte er Kronos nach seiner Unterwerfung zum Herrscher über das Elysium, den schönsten Ort in der Unterwelt.
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